Update Heizungsgesetz: Gesetzesentwurf ist beschlossen

Update Heizungsgesetz: Gesetzesentwurf ist beschlossen

Die Diskussion um das sogenannte „Heizungsgesetz“ geht in die nächste Runde. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf für das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) am 13. Mai 2026 beschlossen. Viele Hauseigentümer fragen sich aktuell: Welche Regeln gelten künftig beim Heizungstausch? Lohnen sich Investitionen in Wärmepumpen? Und was passiert mit Gas- und Ölheizungen?

Das Heizungsgesetz soll reformiert werden

Die Bundesregierung plant eine Neuausrichtung des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG). In der politischen Diskussion ist inzwischen sogar ein neuer Name im Gespräch: Statt „Heizungsgesetz“ könnte künftig ein modernisiertes Gebäudemodernisierungsgesetz entstehen.

Ziel der Reform soll vor allem mehr Technologieoffenheit und mehr Entscheidungsfreiheit für Eigentümer sein

Was könnte sich konkret ändern?

Besonders im Fokus steht die bisher bekannte 65-Prozent-Regel. Diese schreibt bislang vor, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.

Nach aktuellen Diskussionen könnte diese Vorgabe künftig entfallen. Damit wären neue Gas- oder Ölheizungen grundsätzlich wieder einfacher installierbar.

Ganz ohne Einschränkungen wird es jedoch wahrscheinlich nicht bleiben:

  • Ab 2029 sollen fossile Heizungen schrittweise klimafreundlichere Brennstoffe nutzen.
  • Geplant sind verpflichtende Beimischungen von Bioenergie oder klimaneutralen Gasen.
  • Die Anforderungen sollen in den Folgejahren weiter steigen.

Für Eigentümer bedeutet das: Auch wenn klassische Heizsysteme weiterhin möglich bleiben, könnten Betriebskosten und technische Anforderungen künftig deutlich zunehmen.

Warum viele Experten weiterhin zu erneuerbaren Lösungen raten

Unabhängig von politischen Debatten sprechen viele Faktoren weiterhin für moderne Heizsysteme mit erneuerbaren Energien:

1. Langfristig stabilere Energiekosten

Fossile Energieträger werden durch steigende CO₂-Preise voraussichtlich teurer. Zusätzlich können höhere Netzentgelte und Kosten für klimaneutrale Beimischungen entstehen.

2. Mehr Zukunftssicherheit

Wärmepumpen, Hybridlösungen oder effiziente Sanierungskonzepte erfüllen bereits heute viele zukünftige Anforderungen und reduzieren das Risiko späterer Nachrüstungen.

3. Förderungen weiterhin relevant

Aktuell ist davon auszugehen, dass staatliche Förderprogramme für energetische Modernisierung mindestens bis 2029 bestehen bleiben. Wie hoch die Förderung künftig ausfällt, ist zwar noch offen – Eigentümer können aber weiterhin von attraktiven Zuschüssen profitieren.

Unsicherheit ist größte Herausforderung

Viele Eigentümer verschieben derzeit wichtige Entscheidungen, weil politische Rahmenbedingungen noch nicht endgültig feststehen. Genau deshalb ist eine individuelle und unabhängige Energieberatung wichtiger denn je. Denn nicht jede Immobilie benötigt dieselbe Lösung:

Oft lohnt sich zunächst eine Optimierung der Gebäudehülle oder der bestehenden Heiztechnik. Bei vielen Gebäuden, sowohl bei Neubau als auch bei Bestand, ist die Wärmepumpe bereits heute die wirtschaftlichste Wahl.

Fazit zum Update Heizungsgesetz

Fest steht: Die gesetzlichen Vorgaben rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sollen überarbeitet werden. Gleichzeitig bleibt das Ziel bestehen, den Gebäudesektor langfristig klimafreundlicher und unabhängiger von fossilen Energien zu machen. Ein Inkrafttreten zum 1. Juli 2026 (wie ursprünglich geplant) ist inzwischen unwahrscheinlich.

Die politischen Diskussionen werden weitergehen – doch die Richtung bleibt klar: Energieeffizienz und erneuerbare Energien werden langfristig eine zentrale Rolle spielen. Wer heute in eine moderne und zukunftssichere Lösung investiert, profitiert nicht nur von möglichen Förderungen, sondern reduziert auch langfristig Energiekosten und Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen.

FAIR. FOR ENERGY unterstützt Eigentümer aus Dachau, München und der Region dabei, die passende Strategie für ihre Immobilie zu finden – transparent, individuell und wirtschaftlich sinnvoll.