Kundenbeispiel Energieausweis: für Bauernhaus aus 1618
Ein Bauernhaus aus dem Jahr 1618: dicke Bruchsteinwände, gewachsene Anbauten, keine dokumentierten Bauteilaufbauten. Für den Verkauf war ein Energieausweis nach GEG erforderlich — hier zeigt sich, warum Sorgfalt bei historischer Substanz entscheidend ist.

Die Herausforderung
Standardsoftware rechnet mit Ersatzwerten aus Baualtersklassen. Bei einem 400 Jahre alten Gebäude führen diese Ansätze zu unrealistisch schlechten Kennwerten und einer verzerrten Energieeffizienzklasse. Der Ausweis wird damit im Verkauf zum Problem statt zur Grundlage.
Unser Vorgehen
- Bauteilaufnahme vor Ort inklusive Wandstärken, Fensterprofil und Dachaufbau.
- Zuordnung realistischer Materialkennwerte für Bruchstein und Fachwerk.
- Berücksichtigung der Anbauten und Nutzungseinheiten in der Zonierung.
- Bedarfsausweis nach DIN V 18599 mit dokumentierten Annahmen.
Das Ergebnis
Statt einer pauschalen Effizienzklasse H konnte das Gebäude mit realistischen Werten in Klasse F eingestuft werden — ein spürbarer Unterschied im Verkaufsprospekt. Käufer erhielten zusätzlich einen kurzen Sanierungsausblick, der Investitionssicherheit schafft.
Bei historischen Gebäuden lohnt sich der Bedarfsausweis mit sorgfältiger Bauteilaufnahme — sowohl für den Verkauf als auch für die spätere Sanierungsplanung.



